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Frauenhaus Wetterau


 


Satzung des Vereins
Frauen helfen Frauen e.V.
Wetterau

§ 1 Name, Sitz

  1. Der Verein führt den Namen „Frauen helfen Frauen, Wetterau“ und ist in das Vereinsregister des Amtsgerichtes Friedberg eingetragen.

  2. Der Verein hat seinen Sitz in Friedberg.

 

§ 2 Zweck und Aufgaben

  1. Aufgabe und Zweck des Verein ist die Planung, Förderung und Durchführung von Maßnahmen zur Hilfe und zum Schutz von Frauen in Notsituationen.

  2. Der Verein arbeitet aus sozialer Verantwortung ohne konfessionelle und parteipolitische Bindung.

  3. Maßnahmen sind die Einrichtung und Verwaltung eines autonomen Frauenhauses für psychisch und/oder physisch misshandelte Frauen und Kinder. Beratung und Hilfe in Gewaltsituationen und Gewaltprävention.

  4. Der Verein soll sachkundige Hilfe zur Beseitigung eines Notstandes in der Gesellschaft leisten. Die angebotene Unterstützung versteht sich als Hilfe zur Selbsthilfe.

 

§ 3 Gemeinnützigkeit

  1. Der Verein ist selbstlos tätig, er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

  2. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwandt werden. Die Mitglieder des Vereins dürfen in ihrer Eigenschaft als Mitglieder keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins erhalten.

  3. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

 

§ 4 Mitfrauenschaft

  1. a) Stimmberechtigte Mitfrau kann jede volljährige Frau werden, die den Vereinszweck anerkennt, sich für seine Förderung einsetzt und den Beitrag bezahlt.
    b) Fördernde Mitglieder können Frauen, Männer und juristische Personen werden, die einen regelmäßigen Förderbeitrag leisten. Sie besitzen kein Stimmrecht. Sie werden zur Jahreshauptversammlung eingeladen. Sie haben ein Recht auf Information über die Aktivitäten des Vereins und Einsicht in den jährlichen Geschäftsbericht.

  2. Die Aufnahme einer Mitfrau erfolgt durch schriftliche Beitrittserklärung, über die der Vorstand entscheidet. Eine abgelehnte Bewerberin kann die Mitfrauenversammlung anrufen, deren Beschluss über die Aufnahme oder Ablehnung ist für den Vorstand bindend.

  3. Die Mitfrauenschaft endet durch:
    a) Tod
    b) Austritt
    c) Ausschluss
    d) Auflösung des Vereins

  4. Der Austritt muss dem Vorstand gegenüber schriftlich erklärt werden. Die Erklärung wird zum Ende des Kalendermonates, in dem sie dem Vorstand zugeht, wirksam.

  5. Den Ausschluss beschließt der Vorstand bei Zuwiderhandlung gegen Zweck und Intressen des Vereins. Die Mitfrau / das Fördermitglied kann innerhalb von zwei Wochen Widerspruch erheben und zu den Gründen schriftlich gegenüber dem Vorstand Stellung nehmen. Über den Widerspruch einer Mitfrau / eines Fördermitglieds gegen den Ausschluss entscheidet die Mitfrauenversammlung mit einfacher Mehrheit. Den Ausschluss beschließt der Vorstand weiterhin bei Nichtzahlung des Beitrages, wenn dieser innerhalb eines Jahres zweimal schriftlich erfolglos angemahnt wurde.

  6. Die Mitfrauen leisten Beiträge, deren Mindestsatz von der Mitfrauenversammlung festgelegt wird.

 

§ 5 Geschäftsjahr

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

 

§ 6 Organe des Vereins

Die Organe sind:
a) Mitfrauenversammlung
b) Vorstand

 

§ 7 Mitfrauenversammlung

  1. Ordentliche Mitfrauenversammlungen finden einmal jährlich statt (Jahreshauptversammlung). Sie sind öffentlich. Die Einberufung erfolgt schriftlich durch den Vorstand mit einer Frist von zwei Wochen (Postaufgabe) unter Bekanntmachung der Tagesordnung.

  2. Eine außerordentliche Mitfrauenversammlung muss vom Vorstand einberufen werden wenn 20% der Mitfrauen diese unter schriftlicher Angabe von Zweck und Gründen von ihm verlangen. Der Vorstand ist ebenfalls berechtigt, außerordentliche Mitfrauenversammlungen einzuberufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt.

  3. Der Mitfrauenversammlung obliegt insbesondere:
    a) Wahl des Vorstandes für zwei Jahre. Beim Ausscheiden einer Vorstandsfrau wählt die Mitfrauenversammlung eine neue Frau für die Dauer der restlichen Amtszeit.
    b) Entgegennahme und Beratung des vom Vorstand vorgelegten Geschäfts- und Wirtschaftsberichtes.
    c) Beschlussfassung über den Haushaltsbericht und den Haushaltsplan.
    d) Beschlussfassung über die Beitragshöhe.
    e) Entlastung des Vorstandes.
    f) Wahl der Kassenprüfer/innen.
    g) Beschlussfassung über Initiativen, unter anderem über Öffentlichkeitsarbeit.
    h) Beschlussfassung über Satzungsänderungen.

  4. Die Mitfrauenversammlung ist beschlussfähig, wenn mindestens 20% der stimmberechtigten Mitfrauen anwesend sind. Jede Mitfrau hat eine Stimme. Das Stimmrecht ist nicht übertragbar. Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit gefasst. Bei Stimmengleichheit gilt ein Antrag als abgelehnt. In der Regel finden Abstimmungen offen statt. Auf Antrag muss geheim abgestimmt werden. Für Beschlüsse über Satzungsänderungen und über die Auflösung des Vereins ist eine ¾ Mehrheit der Mitfrauen

  5. Ist eine Mitfrauenversammlung nicht beschlussfähig, so ruft der Vorstand eine zweite Mitfrauenversammlung ein, die dann beschlussfähig ist, unabhängig von der Zahl der erschienenen Mitfrauen. Die zweite Mitfrauenversammlung darf frühestens vier Wochen, spätestens jedoch sechs Wochen nach der ersten – nicht beschlussfähigen – einberufen werden. In der Einladung ist darauf hinzuweisen, dass die zweite Mitfrauenversammlung ohne Rücksicht auf die Zahl der dabei erscheinenden Mitfrauen beschlussfähig ist.

  6. Die Mitfrauenversammlung wählt aus ihrer Mitte jeweils eine Protokollführerin, die den Verlauf der Versammlung festhält und eine Niederschrift anfertigt. Diese Niederschrift wird spätestens mit der Einladung zur nächsten Mitfrauenversammlung verschickt. Die Niederschrift ist zuvor von der Protokollführerin und zwei Vorstandsfrauen zu unterschreiben.

 

§ 8 Vorstand

  1. Der Vorstand besteht aus mindestens drei, höchstens fünf Mitfrauen, von denen eine für die Kontrolle der Finanzen verantwortlich ist und als Schatzmeisterin gewählt wird. Der Vorstand kann eine Mitarbeiterin mit der Verwaltung der Finanzen betrauen. Diese ist berechtigt an den Sitzungen des Vorstandes mit beratender Stimme teilzunehmen. Der Vorstand arbeitet kollektiv. Die anderen Funktionen, Schriftführerin und Pressereferentin, werden vom Vorstand geregelt.

  2. Vorstandssitzungen sind für alle Mitfrauen offen. Jede ist rede- und antragsberechtigt.

  3. Der Verein wird gerichtlich und außergerichtlich durch den Vorstand vertreten. Jeweils zwei der Vorstandsfrauen sind gemeinsam vertretungsberechtigt.

  4. Der Vorstand ist bei seiner Tätigkeit an die Beschlüsse der Mitfrauen gebunden.

  5. Der Vorstand wird von der Mitfrauenversammlung für die Dauer von zwei Jahren gewählt. Die Vorstandsfrauen arbeiten ehrenamtlich. Der Vorstand oder einzelne Vorstandsfrauen können von der Mitfrauenversammlung aus wichtigem Grund vor Ablauf der Amtszeit abgewählt werden. Die Vorstandsfrauen bleiben bis zur satzungsgemäßen Bestellung des nächsten Vorstandes im Amt. Das Amt einer Mitfrau des Vorstandes endet mit ihrem Ausscheiden aus dem Verein. Die Wiederwahl der Vorstandsfrauen ist möglich.

  6. Vorstandssitzungen finden jährlich mindestens 4 mal, sowie nach Bedarf statt. Die Einladungen zu Vorstandssitzungen erfolgt durch die Schriftführerin, bei Verhinderung durch eine Vorstandsfrau, schriftlich unter Einhaltung einer Einladungsfrist von mindestens 5 Tagen. Vorstandssitzungen sind beschlussfähig wenn mindestens 2/3 der Vorstandsfrauen anwesend sind.

  7. Über Neueinstellungen von Mitarbeiterinnen beschließt der Vorstand nach Rücksprache mit den Mitarbeiterinnen.

  8. Der Vorstand fasst seine Beschlüsse mit einfacher Mehrheit. Beschlüsse werden schriftlich niedergelegt. Beschlüsse des Vorstandes können bei Eilbedürftigkeit auch schriftlich oder fern-mündlich gefasst werden, wenn alle Vorstandsfrauen ihre Zustimmung zu dem Verfahren schriftlich oder fernmündlich erklären.

 

§ 9 Auflösung

  1. Die Auflösung des Vereins ist nur zum Ende des Geschäftsjahres zulässig und muss mindestens drei Monate vor Beendigung des Geschäftjahres beschlossen worden sein.

  2. Über die Auflösung des Vereins entscheidet die Mitfrauenversammlung mit ¾ Mehrheit der stimmberechtigten Mitfrauen.

  3. Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen des Vereins an den Frauen Notruf Nidda, der es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige Zwecke zu verwenden hat.

 

Beschlossen am 04.02.2005, geändert am 19.11.2008
Genehmigt - Amtsgericht Friedberg am 09.03.2009


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