FHLogo

Frauenhaus Wetterau


 


Chronik des Vereins
„Frauen helfen Frauen Wetterau e.V."

1986  Im Herbst bringt die Frauenbeauftragte des Wetteraukreises interessierte Frauen an einen Tisch, um ein autonomes Frauenhaus in der Wetterau zu realisieren.

1987  Im Januar wird der Verein „Frauen helfen Frauen Wetterau e.V." gegründet.

Im Haushaltsplan des Wetteraukreises werden Gelder für ein Frauenhaus bereitgestellt.

Ein Haus mit 9 Zimmern, einer Küche, drei Bädern und einem Gemeinschaftsraum kann in Bad Nauheim angemietet werden. Die Einstellung der ersten beiden Mitarbeiterinnen mit je 30 Wochenstunden und die Beantragung eines Personalkostenzuschusses beim Land Hessen kann erfolgen.

Der Verein organisiert im Herbst / Winter die Renovierung und Einrichtung des Frauenhauses. Beantragt werden hierfür Investitionszuschüsse beim Land Hessen.

Die ersten Kontaktaufnahmen zu Kreisbehörden, Sozialämtern, Jugendämtern und Polizei erfolgen.

Die erste Bewohnerin zieht im November ein.

1988  Es kann eine weitere 2/3 Stelle für die Arbeit mit den Frauen geschaffen werden. Für den Mädchen- / Jungenbereich werden 2 Teilzeitstellen als ABM-Maßnahmen eingerichtet.

1989   Die erste Dokumentation über das Frauenhaus erscheint.

Die erste Frauenbörse, ein Zusammenschluss aller frauenspezifischen Gruppierungen im Kreisgebiet, stellt sich im September der Öffentlichkeit vor. Dieses Forum wird genutzt, um über das junge Projekt Frauenhaus zu informieren.

Ein außerhalb des Frauenhauses liegendes Büro mit Beratungsräumen kann Ende des Jahres in Bad Nauheim angemietet werden.

1990  Die Büro- und Beratungsräume werden eingerichtet und bezogen. Die Möglichkeit in den Bürozeiten Beratungen zu erhalten, wird verstärkt von Hilfe suchenden Frauen wahrgenommen, die sich noch nicht sicher sind, ob sie in das Frauenhaus einziehen möchten.

Die Kinderarbeit wird durch Einrichtung eines Bastelraumes, einer Spiel- und Hausaufgabenecke intensiviert. Durch das ehrenamtliche Engagement einer Vereinsfrau bekommt die Arbeit mit den Kindern noch einen größeren Stellenwert.

Vom Verein „Frauen helfen Frauen Wetterau e.V." wird die bundesweite Plakataktion gegen das neue Ausländerinnengesetz unterstützt und im Wetteraukreis publik gemacht.

1991  Der Verein mietet eine zusätzliche Wohnung in Echzell an. Diese Anmietung wird nötig, da der Wohnungsmarkt im Wetteraukreis derart angespannt ist, so dass Frauen unnötig lange im Frauenhaus bleiben müssen.

1992  Neue Landesrichtlinien treten in Kraft. Vom Land Hessen wird jetzt eine Personalstelle für 8 Frauen oder Kinder mit 90% bezuschusst. Das heißt, 3 Stellen können fest besetzt werden, die auf 5 Mitarbeiterinnen mit je 26 Stunden aufgeteilt werden. Die Zuschüsse für Investitionsmittel werden ganz gestrichen.

1994  Das Frauenhaus zeigt die Ausstellung

„Innenansichten - Lebensort Frauenhaus"

Aufgrund eines Eigentümerwechsels wird der Mietvertrag für das Frauenhaus in Bad Nauheim gekündigt.

1995 „Aktion Sorgenkind" spendet dem „Verein Frauen helfen Frauen Wetterau e.V." einen Kleinbus, der vor allem den Kindern zugute kommt, um Ausflüge zu unternehmen.

Ein neues Haus kann in Friedberg gefunden und angemietet werden. Dadurch fällt leider das Beratungsbüro weg. Frauen, die sich noch nicht sicher sind, ins Frauenhaus einzuziehen, können nur noch in Cafes beraten werden, um die Anonymität des Hauses zu wahren. Das neue Haus in Friedberg hat einen größeren Wohnbereich für die Frauen und Kinder. Als Neuerung ist zu nennen, dass sich auf jeder Etage eine Küche befindet.

 

1996  Eine neue Informationsbroschüre zum Frauenhaus kann veröffentlicht werden. Die Frauenhausarbeit und der Umzug nach Friedberg kann so einer breiteren Öffentlichkeit bekannt gemacht werden.

1997  In der Projektwoche „Frauen und Armut" bietet das Frauenhaus einen Workshop zum Thema „Frauen - arm und allein gelassen?" an. Das erste Plakat erscheint zum 10-jährigen Bestehen.

1998 Vorträge in Frauengruppen, Kirchenkreisen, politischen Gremien und anderen interessierten Gruppen werden zum Thema „Strukturelle Gewalt und ihre Auswirkungen auf die Familie" angeboten.

1999  Kauf des angemieteten Hauses, das zwangsversteigert wurde.

Fachtagung des Arbeitskreises „Gewalt gegen Frauen" zum Thema „Ich erstatte Anzeige".

Es fand eine Podiumsdiskussion mit der Staatsanwaltschaft Gießen, einer Richterin vom Amtsgericht Friedberg und der Polizei statt, mit dem Ziel, erste gemeinsame Kontakte herzustellen, um durch einen „Runden Tisch" zukünftig mit allen Beteiligten neue Wege und Möglichkeiten der Zusammenarbeit zu suchen und Lücken in der aktuellen Arbeit gegen Gewalt zu schließen.

Vorstellung des im Arbeitskreis erstellten Faltblattes „Frauen gemeinsam gegen Männergewalt in der Wetterau".

2000 Dachsanierung, Isolierung und Renovierung der 3. Etage waren dringend erforderlich und konnten mit Hilfe von Spendengeldern durchgeführt werden.

2001 Auseinandersetzung mit dem zu erwartenden Gewaltschutzgesetz, das zu Beginn des Jahres 2002 von der Bundesregierung beschlossen wurde.

2002 Teilnahme am Arbeitskreis der Polizei Mittelhessen, in dem Polizei, Staatsanwaltschaft, Frauenbeauftragte und Beratungsstellen an der Umsetzung des Gewaltschutzes arbeiten.

Im Arbeitskreis „Gewalt gegen Frauen und ihre Kinder" des Wetteraukreises, dem Frauenamt, Frauenhaus, Frauennotruf, Wildwasser und Frauenzentrum angehören, wird die Umsetzung des Gewaltschutzgesetzes diskutiert und eine Fachveranstaltung zum Thema „Gewaltschutz, wie geht das?" durchgeführt.

Frauenhaus und Frauennotruf entscheiden sich für die Umsetzung des proaktiven Beratungsansatzes im Wetteraukreis und entwerfen eine Einwilligungserklärung, die die Polizei Frauen bei Einsätzen häuslicher Gewalt aushändigt. Zwischen Notruf und unserem Verein gibt es eine regionale Aufteilung. Der Frauennotruf in Nidda ist für den Ostkreis zuständig und die Beratungsstelle des Vereins „Frauen helfen Frauen Wetterau e.V." für den Westkreis.

2003 Kahlschlag in Hessen: Die Hessische Landesregierung kürzt bei vielen Frauenprojekten die finanziellen Mittel. Für die Frauenvereine im Wetteraukreis belaufen sich die Kürzungen auf 20.789 Euro.

Nur durch die Beantragung und Bewilligung einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme im Umfang von wöchentlich 20 Stunden, konnte Ende 2003 eine neue Mitarbeiterin für die Beratung zum Gewaltschutzgesetz eingestellt werden.

Verhandlungen mit ProFamilia zur Untervermietung eines Beratungsraumes, mit dem Ziel beider Vereine, kostengünstig zu wirtschaften.

2004 Anmietung und Einrichtung einer externen Beratungsstelle in der Saarstraße 30, in Friedberg, bei ProFamilia.

Einarbeitung der neuen Mitarbeiterin im Frauenhaus und beim Notruf in Nidda

Offizielle Eröffnung der Beratungsstelle am 27. April.

2005 Sanierung der 2. Etage des Frauenhauses mit Hilfe von Spendengeldern.

2006 Sanierung der 1. Etage des Frauenhauses, auch hier nur mit Hilfe von Spendengeldern.

Mitgründung der Interessengemeinschaft "Frauen im Verbund" gemeinsam mit anderen Frauenverbänden in der Wetterau.

Eintritt unseres Vereins in den Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband (DPWV).

Organisation und Durchführung einer Fachtagung zum Thema "Kinder und häusliche Gewalt" mit verschiedenen Institutionen und Beratungsstellen aus dem Wetteraukreis. Daraus resultieren Vorgespräche zur Gründung eines "Runden Tisches".

2007 Abschluss eines Zuwendungsvertrages über die kommunalisierten Landesmittel mit dem Wetteraukreis.
Arbeitsbeginn des "Runden Tisches" gegen häusliche Gewalt.
Wir feiern unser 20-jähriges Bestehen!

2008 Unser Haus wurde brandschutztechnisch ausgerüstet.

2009 Abschluss eines Zuwendungsvertrages über die kreiseigenen Mittel mit dem Wetteraukreis.
 

 

 



Design © Office and IT